Handelssysteme
Ein Handelssystem ist eine Art Bedienungsanleitung, welche dazu rät, Handelspositionen aufgrund der Ergebnisse der technischen Analyse zu eröffnen oder zu schließen. Ein Handelssystem erlaubt es, den Zufall im Handelsprozess auszuschließen. Eine strenge Einhaltung des Systems ermöglicht es, den emotionalen Faktor im Handel auszuschließen. Aus diesem Grund muss man unbedingt alle Empfehlungen des Systems strengstens befolgen, auch wenn dafür eine potenziell profitable Position nicht geöffnet wird.
Das erste, was Sie tun müssen, wenn Sie ein Handelssystem erschaffen, ist, Zeitspannen und Working Timeframes auszuwählen, mit denen Sie arbeiten werden. Viele der Einschränkungen in dieser Hinsicht ergeben sich aus dem Grundkapital und den Grundsätzen der Kapitalverwaltung. Langfristig angesetzte Perioden werden begleitet von weniger "finanziellem Lärm" als kurzfristigere Perioden. Die technische Analyse, die für langfristige Zeiträume angewandt wird, ist genauer und enthält eine geringere Anzahl falscher Impulse. Langfristige Zeitspannen sind zu bevorzugen im Hinblick auf die erfolgreiche Arbeit, aber dennoch benötigen sie ein höheres Startkapital. Kürzere Zeitspannen sind gekennzeichnet durch mehr Lärm, aber trotzdem ist die technische Analyse weniger genau und erschafft mehr falsche Signale.
Im Falle von einem geringen Startkapital wird nicht empfohlen, seine Aufmerksamkeit auf den Handel mit einem langfristigen Zeitrahmen zu wenden, in diesem Fall ist es besser, erst einmal mittel- und kurzfristige Zeitspannen auszuprobieren. Bei längeren Zeitspannen sind Kursschwankungen nicht so offensichtlich, aber tatsächlich können diese Schwankungen groß genug sein, um das gesamte Startkapital zu „verzehren“. Daher ist die erste Beschränkung für den Handel das Grundkapital, das die Wahl des Working Timeframe bestimmt. Bitte behalten Sie im Hinterkopf, dass die Anwendung der analytischen Instrumente für jeden dieser Zeiträume individuell ausgewählt werden muss. Außerdem muss man die Anforderungen an die analytischen Instrumente so anspruchsvoll wie möglich gestalten, wenn man die Analyse für einen kurzen Zeitrahmen anwendet.Die zweite Aufgabe des Handelssystems ist, mit Hilfe der technischen Analyse den Eintrittszeitpunkt zu bestimmen. In jedem Handelssystem, unabhängig von analytischen Instrumenten, muss die Analyse langfristig gestartet werden und schrittweise zur kurzfristigeren übergehen. Als erstes müssen die aktuellen Marktbedingungen im Gesamtzusammenhang definiert werden.
Wenn zum Beispiel unser Handel durch den Trend geleitet wird, bestimmen wir zunächst den globalen Trend. Selbst wenn ein Signal zum Kauf bei einem rückläufigen Trend kommt, sollte keine Position in einem solchen Handelssystem eröffnet werden.
Danach werden die Marktbedingungen für Zeitspannen mit weniger Order analysiert. Schlussendlich wird der Working Timeframe analysiert. Wenn ein auf lange Sicht bestätigtes Signal erscheint, kann man sofort eine Position eröffnen. Trotzdem kann man, um den optimalen Einstiegszeitpunkt zu definieren, eine zusätzliche Analyse auf kürzere Zeitrahmen bezogen, anwenden.
Die wichtigste Aufgabe von Handelssystemen ist, den Zeitpunkt des Ausstiegs zu bestimmen. Jedes System muss nicht nur das Signal liefern, um eine Position zu eröffnen, sondern auch eine Gewinneinschätzung. Dem sollte die Gewinnmitnahme gleichgestellt werden. Es ist auch notwendig, die Höhe der Stopp-Loss festzusetzen für den Fall, dass der Markt beginnt, sich in eine andere Richtung zu bewegen. Setzen Sie die Stopp-Loss-Order auf die gleiche Ebene. Mit anderen Worten, die Handelssysteme müssen genau definieren, bis zu welchem Level die Position offen gehalten werden sollte, um den maximalen Gewinn zu erzielen, und sie müssen Mechanismen definieren, um den Verlust im Fall einer ungünstigen Marktentwicklung zu beenden.
|